Wir fordern, dass die Bundesregierung die angekündigte Streichung der Agrardieselentlastung und der KFZ-Steuerbefreiung für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge VOLLSTÄNDIG zurücknimmt!

Sie führt zu einer jährlichen steuerlichen Mehrbelastung unserer Betriebe von durchschnittlich mehr als 5.000,00 €. In den drei Landkreisen des Weserberglands fehlen uns zukünftig 5 bis 6 Mio. EURO auf den landwirtschaftlichen Betrieben – Geld, dass dann auch nicht mehr in unserem ländlichen Raum investiert wird!

Diese geplanten Steuererhöhungen belasten uns Landwirtinnen und Landwirte zusätzlich zu denen, die uns als Bürgerinnen und Bürger ohnehin wegen der von der Bundesregierung verursachten Haushaltslücke zugemutet werden sollen.

Die nun angebotene Rücknahme der KFZ-Steuerbefreiung mag die steuerliche Mehrbelastung zwar reduzieren; bürdet unserer kleinen Berufsgruppe aber weiterhin überproportional viel Belastungen auf. Weiterhin gilt: Zuviel ist Zuviel!

Inzwischen geht es aber um viel mehr: Nämlich darum, ob diese Bundesregierung eine wettbewerbsfähige heimische Landwirtschaft haben möchte oder nicht. Hier einige der politischen Baustellen, die die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe erheblich schwächen:

  • Das Düngerecht verbietet eine bedarfsgerechte Düngung in „roten“ Gebieten auch dann, wenn der Bewirtschafter eine bedarfsgerechte Düngung in seinem Betrieb lückenlos nachweisen kann.
  • Immer neue gesetzliche Anforderungen und hohe bürokratische Hürden entziehen der Nutztierhaltung jegliche Planungssicherheit; viele Schweine- und Rinderhalter haben in den vergangenen Jahren das Handtuch geworfen.
  • Die angestrebte massive staatliche Ausweitung des Ökolandbaus geht an den Marktverhältnissen völlig vorbei und gefährdet die Wettbewerbsfähigkeit der bestehenden Biobetriebe.

Wir fordern, dass die Bundesregierung die Sorgen und Nöte der Landwirtinnen und Landwirte endlich ernst nimmt und eine Politik betreibt, die auch nachfolgenden Generationen auf unseren Höfen eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft ermöglicht!